16/08/19

Verbote machen Innenstadt nicht attraktiver

Zum Konzept der Grünen-Bürgerschaftsfraktion für die Entwicklung der Hamburger Innenstadt erklärt die Vorsitzende der FDP-Bürgerschaftsfraktion, Anna von Treuenfels-Frowein:

„Die Innenstadtentwicklung darf kein grüner Selbsterfahrungskurs werden. Gedankenspiele über autofreie oder verkehrsarme Straßen sind noch kein Stadtentwicklungskonzept. Wir haben nichts gegen verkehrsberuhigte Zonen, um die Innenstadt aufzuwerten. Diese müssen aber in enger Abstimmung mit Anliegern und Händlern eingerichtet werden. Ohne einen massiven Ausbau des ÖPNV können die grünen Planspiele ohnehin nicht funktionieren.“

Weiter erklärt der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion, Ewald Aukes:

„Es fehlen konkrete Zahlen zu Kosten oder wegfallenden Parkplätzen. Das in späteren Diskussionen mit Betroffenen klären zu wollen, zeugt nicht von durchdachtem Vorgehen. Zudem ist nicht nachvollziehbar, wie einerseits weniger Buslinien und Busse fahren, diese aber gleichzeitig noch mehr Menschen in die Innenstadt transportieren sollen. Die Grünen entlarven sich selbst, wenn sie den autofreien Test im Rathausviertel bereits fest in ihre Planungen für eine autofreie Innenstadt einbeziehen. Auch wir wollen eine attraktive Innenstadt – das muss aber anders gelingen, als über Verbote. Hamburg braucht echte Anreize für Autofahrer, vom eigenen Wagen auf den ÖPNV umzusteigen. Eine Attraktivitätssteigerung durch mehr Komfort, mehr Kapazität und engere Takte bei Bussen und Bahnen sowie Verbesserung von Sicherheit und Sauberkeit wäre ein guter Anfang.“