09/12/19

Umweltbehörde leistet weiteren Fahrverboten Vorschub

Zu den Berichten über gesunkene Stickoxid-Werte an den für ältere Dieselfahrzeuge gesperrten Straßenabschnitten erklärt der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion, Dr. Kurt Duwe:

„Die Grün-geführte Umweltbehörde macht sich die Welt, wie es ihr gefällt. Jubelschreie sind aber völlig unangebracht. Auch in der Habichtstraße liegen die Stickoxid-Werte in diesem Jahr deutlich unter denen aus 2018 – ganz ohne Fahrverbote für ältere Diesel. Das ergibt sich nachweisbar aus Daten der dortigen Luftmessstation. Auf den Umfahrungsstrecken von Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße wird dagegen nicht gemessen. Trotzdem meint die Behörde, es gebe keine Hinweise, dass sich die Werte erhöht hätten. Solche Aussagen unterstreichen die Beliebigkeit und sollen vermutlich nur den Plänen der Umweltbehörde Vorschub leisten, weitere unnütze Durchfahrtsverboten vorzubereiten, die am Ende sowieso niemand kontrolliert. Statt an Verboten zu arbeiten, muss der Senat mehr Energie in die Weiterentwicklung alternativer Antriebstechnologien – etwa Elektromotoren, synthetische Kraftstoffe oder Wasserstoff – stecken.“

Hintergrund:

Aus Daten des amtlichen Luftmessnetzes ergibt sich für die Habichtstraße in den ersten elf Monaten 2018 ein Mittelwert bei der Stickoxid-Belastung von 56,27 µg/m³. In diesem Jahr liegt dieser Wert bei 47,55 µg/m³. Der Rückgang (15 Prozent) ist damit größer als für Stresemannstraße und Max-Brauer-Allee (elf Prozent).