13/09/16

Neue Ansätze in der Flüchtlings-Qualifikation

Ganz neue Ansätze in der Qualifikation von Flüchtlingen notwendig

Zur Pressekonferenz von Senatorin Leonhard „Zugang zu Ausbildung und Arbeit für Flüchtlinge“ sagt die flüchtlingspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Jennyfer Dutschke:

„Nur die Hälfte der in Hamburg lebenden geflüchteten Menschen bringt eine schulische oder berufliche Qualifikation irgendeiner Art mit. Insgesamt können nur etwa 20 Prozent eine formale Anerkennung vorweisen. Bei der großen Mehrheit der Menschen kann lediglich aufgrund von Kompetenzen eingeschätzt werden, inwieweit sie überhaupt für den Arbeitsmarkt geeignet sind.

Die vorgelegten Zahlen zu den Qualifikationen der Flüchtlinge verdeutlichen die Mammut-Aufgabe vor der unsere Gesellschaft steht. Bislang fehlt es den meisten Geflüchteten an einer irgendwie gearteten Voraussetzung, in Arbeit zu finden. Viele können weder schreiben noch lesen – selbst in ihrer eigenen Sprache.

Die Bemühungen von W.I.R dürfen deshalb nicht darüber hinwegtäuschen, wie angespannt die Situation ist. Es sind ganz neue Ansätze in der Bildungs- und Berufsqualifikation notwendig, um den geflüchteten Menschen überhaupt eine Perspektive zu bieten. Rot-Grün muss dringend Konzepte vorlegen, wie man auch den Flüchtlingen Teilhabe ermöglichen kann, die gar nicht qualifiziert sind. Unser System ist bisher unzureichend darauf vorbereitet.

Die von Senatorin Leonhard vorgestellten Zahlen lassen die wirklichen Herausforderungen außen vor.“