Bildung

Hamburg – familienfreundlich

Beste Bedingungen zur individuellen Entfaltung, größtmögliche Wahlfreiheit, eine Politik, die der Vielfalt von Familienentwürfen Rechnung trägt und ein echtes Aufstiegsversprechen – das ist das Ziel liberaler Familienpolitik. Wir wollen diejenigen unterstützen, die Hilfe benötigen – ohne zu bevormunden. Eingriffe in Familien wollen wir auf das Maß beschränken, welches zum Kinderschutz absolut notwendig ist. Kinderschutz soll hierbei konsequent vom Kind und seinen Bedürfnissen her gedacht werden.

Qualität in der Kindertagesbetreuung

Hamburg hat eine vielfältige und gut ausgebaute Krippen- und Kita-Landschaft sowie kompetente und motivierte Tageseltern. Echte Wahlfreiheit setzt aber voraus, dass hinsichtlich des Betreuungsangebots tatsächlich eine Auswahl möglich ist und die Eltern das pädagogische Konzept wählen können, welches sie am meisten überzeugt. In der Realität gibt es diese Auswahl aufgrund fehlender Angebote leider immer häufiger nicht.

Wir wollen Klarheit und Transparenz beim Betreuungsschlüssel. 1:4 muss heißen, dass vier Kinder tatsächlich jederzeit von einer qualifizierten Fachkraft betreut werden – nicht nur auf dem Papier. Wir wollen eine Flexibilisierung des Stundenkontingents im Kita-Gutscheinsystem, die Ausbildung für Kita-ErzieherInnen attraktiver gestalten und einen Ausbau der Fortbildungsmöglichkeiten.

Frühkindliche Bildung

Gute frühkindliche Bildung ist die Grundlage für echte Chancengerechtigkeit und soziale Mobilität: Hierbei müssen bereits früh die Grundsteine für eine sich wandelnde Gesellschaft und fortschreitenden technologische Entwicklungen gelegt werden. Gerade in Hamburg hängt aktuell wie in keiner anderen Stadt Deutschlands die Zukunft vom Elternhaus ab. Diesen Kreis wollen wir durchbrechen.

Kinderschutz vom Kind her denken

Alle Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe müssen besser vernetzt und im Austausch an den Schnittstellen gestärkt werden. Kein Kind und keine Familie darf einfach durchs Raster fallen. Die Frühen Hilfen müssen ausgebaut werden – die Stärkung der Selbstbestimmung ist das primäre Ziel dieser präventiven Maßnahmen.

Familien stärken

Wir müssen die Eltern dort ansprechen, wo sie anzutreffen sind. Kindertagesstätten sollen hierfür zu Stätten der Familienbildung ausgebaut werden. Ehrenamtliche Strukturen müssen gestärkt und nicht durch Bürokratie behindert werden. Wir wollen wirksame und transparente familienpolitische Leistungen, die bei den Familien auch wirklich ankommen. Hierfür wollen wir den Förderdschungel lichten und die Leistungen in einem Kindergeld 2.0 zusammenfassen.

Gute Strukturen für eine gelingende Familienpolitik

Die offene Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg ist wichtiger Bestandteil einer guten Familienpolitik und muss ausgebaut werden. Bei neugeplanten Wohnquartieren ist darauf zu achten, dass die soziale Infrastruktur von Anfang an mitgeplant wird und ausreichende Flächen für Naherholung, Spiel und Sport geschaffen werden. Ferner muss bestehende soziale Infrastruktur dauerhaft und regelmäßig einem Monitoring unterzogen und in ein modernes Erhaltungsmanagement eingebunden werden.

Bildung

Bildung muss die Menschen auf die Herausforderungen und Chancen der Zukunft vorbereiten. Ziel aller Bildung ist, dass die Menschen ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. Damit dies möglich ist, muss das Bildungssystem immer auf der Höhe der Zeit und auf Exzellenz ausgerichtet sein. Wenn sich Neugier, Leistungsbereitschaft, Mut und Kreativität auf jeder Ebene des Bildungssystems wiederfinden lassen, dann können alle Menschen optimistisch in die Zukunft blicken.

Zukunft der Bildung ist digital, individualisiert und interaktiv

Die Zukunft der Bildung wird durch individualisiertes und interaktives Lernen geprägt: weg vom Frontalunterricht und hin zum digitalen Klassenzimmer, in dem jeder Schüler durch maßgeschneiderte Inhalte optimal gefördert wird. Dafür braucht es  in Hamburg technische Infrastruktur und Ausstattung der Spitzenklasse, die zudem professionell betreut wird. Außerdem braucht Hamburg eine Initiative für mehr Digitalkompetenz bei der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften. Denn Digitalkompetenz kann nur lehren, wer sie auch hat.

Exzellenz und Orientierung an der Leistungsspitze

Hamburgs Bildungsangebote müssen exzellent sein. Fordern und fördern muss auf allen Ebenen der Leitsatz der Hamburger Bildungspolitik sein. Wir brauchen eine Exzellenzoffensive für Lehrer, damit die vorhandenen Potentiale der Hamburger Schüler optimal gefördert werden können. Der Unterricht an Hamburgs Schulen darf sich nicht mehr am kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern muss sich wieder an der Leistungsspitze ausrichten. Hamburgs Schulen brauchen anspruchsvolle Bildungspläne, faire Prüfungen und mehr Leistungsförderung. Hamburgs Bildungssystem muss im Bundesvergleich nicht nur anschlussfähig, sondern wegweisend sein. 

Bildung erhalten und Ausbildung stärken

Bildungsvielfalt ist ein hohes Gut und wir setzen uns dafür ein, dass auch in Zukunft eine Vielzahl von Lebens- und Karrierewegen möglich ist. Dafür müssen insbesondere die ersten und mittleren Bildungsabschlüsse, die Berufsorientierung und die berufliche Ausbildung gestärkt werden. Leistung und Exzellenz gelten bei jedem Schulabschluss bei jeder Entscheidung für einen Beruf! Wir setzen uns für mehr Wahlfreiheit, ein differenziertes Schulsystem, eine gleichwertige Behandlung aller Schulabschlüsse und eine Stärkung des dualen Ausbildungssystems ein.

Ein aktives Bildungsnetzwerk für Chancen und lebenslanges Lernen

Sämtliche Bildungsinstitutionen – Schule, Berufsschule, Hochschule – müssen als Teil eines aktiven Bildungsnetzwerks begriffen werden. Das bedeutet nicht nur, dass die Anschlussfähigkeit zwischen allen Institutionen gegeben sein muss, sondern auch, dass Know-how und Kompetenzen von anderen Akteuren – zum Beispiel Verbänden, Unternehmen oder Institutionen der politischen Bildung – stärker eingebunden werden. Umfassende Bildung kennt keine Trennung zwischen Theorie und Praxis, sondern bereitet gerade durch vielfältige Angebote auf das Leben vor.  

Wissenschaft

Wissen ist der Schlüssel zur Welt und Wissenschaft die Grundlage wirtschaftlichen Wohlstands. Hochschulen und außeruniversitäre wissenschaftliche Einrichtungen sind Motoren technischer, wirtschaftlicher sowie sozialer Innovation und beeinflussen ihre Umgebung maßgeblich. Aktuell wird Hamburgs Wirtschaft noch stark durch den internationalen Handel und den Dienstleistungssektor geprägt, doch wir sollten die großen Potentiale der Hamburger Wissenschaft nicht ignorieren und Hamburg langfristig zum Spitzenstandort für innovative Grundlagenforschung und gelingenden Wissenstransfer aufbauen.

Stabile Hochschulfinanzierung als Basis für Innovation

Die großen Potentiale und die Notwendigkeit des Ausbaus des Wissenschaftsstandorts Hamburg werden vom aktuellen Senat regelmäßig beschwört, fanden sich bislang aber kaum in den Haushaltsplänen wieder. In den letzten Jahren wurde die Hamburger Wissenschaft geradezu kaputtgespart. Wenn nun kurz vor dem Wahlkampf Millionen zur Sanierung in die Hand genommen werden und auch die Grundförderung leicht erhöht wird, dann zeigt das nur die vorhergehende jahrelange Vernachlässigung und die Planlosigkeit des Senats. Statt spontaner PR-Maßnahmen braucht es eine stabile und langfristig angelegte Hochschulfinanzierung. Das gilt für staatliche und private Hochschulen gleichermaßen. 

Förderung von Exzellenz und Vernetzung

Hamburg verfügt über hervorragende Forschungsinstitute und viele attraktive Angebote in der Lehre, diese existieren aber noch zu sehr nebeneinander. Wir setzen uns dafür ein, dass die bestehenden Angebote besser vernetzt und Synergieeffekte genutzt werden. Dafür braucht es eine übergreifende organisatorische Struktur und einen nachhaltigen Standortentwicklungsplan. Auch digitale Vernetzung, zum Beispiel durch hochschulübergreifende Clouds und Intranets, muss vorangetrieben werden. Wir wollen erreichen, dass Hamburgs Wissenschaftslandschaft nicht nur durch einzelne exzellente Leuchttürme geprägt wird, sondern als umfassend vernetzter Wissenschaftsstandort insgesamt interessant ist. Das Ziel muss sein, durch Koordination und Kooperation ein attraktives Alternativangebot gegenüber dem forschungsstarken Süden zu werden.

Die Wissenschaft und die wachsende Stadt

Hamburg ist als Stadt sehr attraktiv. Darauf darf sich der Wissenschaftsstandort aber nicht verlassen. Wir müssen den Wissenschaftsstandort Hamburg auch international auf die Agenda bringen. Dazu müssen wir für eine stärkere Vernetzung mit internationalen Universitäten und eine unkomplizierte Anrechnung ausländischer Studien und Forschungsleistungen sorgen. Wir wollen, dass die besten Köpfe nicht wegen der Alster nach Hamburg kommen, sondern weil sie hier ein dynamisches und innovatives Forschungsumfeld finden. Hierfür müssen wir auch die Stipendienangebote für exzellente Studierende und Wissenschaftler ausbauen, den akademischen Wohnraum fördern und eine bessere Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie durchsetzen. Machen wir Hamburg zum besten Hafen für kluge Köpfe!

Lebenslanges Lernen

 

Eine moderne Bildungslandschaft muss Menschen die Möglichkeit geben, sich ihr Leben lang umfassend weiterbilden zu können. Dies entspricht dem Wunsch vieler Menschen, die sich persönlich entwickeln und in einer sich stetig wandelnden Arbeitswelt Chancen erhalten wollen. Neue Technologien machen alte Berufsfelder überflüssig, während gleichzeitig neue geschaffen werden. Umso wichtiger ist es, dass Menschen die Möglichkeit haben, sich ihr Leben lang fortzubilden. Dafür braucht es ein ganzheitlich gedachtes Bildungssystem, das nicht nur die ersten 18 Jahre eines Lebens abdeckt. 

Offene Hochschule

Ähnlich dem Kontaktstudium im Alter, sollte es auch weiteren Gruppen möglich sein, sich ohne formale Hochschulzugangsberechtigung an einer Hamburger Hochschule fortzubilden. Die Hochschulen müssen daher für mehr Zielgruppen geöffnet und der Zugang entbürokratisiert werden. Das leistet einen aktiven Beitrag gegen den Fachkräftemangel und schafft die Freiheit sich nach den persönlichen Interessen unkompliziert weiterbilden zu können. 

Anerkennung von Zertifikaten

In Zeiten der Digitalisierung bekommt die Weiterbildung im digitalen Raum eine herausragende Bedeutung. Damit diese auch effektiv genutzt werden kann, braucht es ein standardisiertes Bewertungs- und Zertifizierungssystem für Online-Kurse. So können diese leichter vom Arbeitgeber anerkannt werden. 

Weiterbildungsarena für Hamburg

Digitale Weiterbildungsangebote müssen unbürokratisch zugänglich sein, um Weiterbildung attraktiver zu machen und Hemmschwellen zu senken. Mit einer Plattform, die Angebote bündelt und übersichtlich zur Verfügung stellt, wollen wir die Weiterbildung erleichtern.

Weiterbildungscloud

Durch die Digitalisierung ist ein Austausch von Erfahrungen, Informationen und Lehrmaterial auch über Ländergrenzen hinweg möglich – diese Chance der Verständigung muss genutzt werden! Deswegen wollen wir eine Weiterbildungscloud, die die internationale Verständigung und Vernetzung erleichtert.

 

 

Berufliche Bildung

Eine moderne und wachsende Großstadt muss seiner Jugend die besten Zukunftschancen bieten. Die wichtigsten Elemente dafür sind eine exzellente Ausbildung und eine gesunde Wirtschaft. Beides bedingt einander. Damit Hamburgs Zukunft als florierender Wirtschaftsstandort gesichert ist, muss gehandelt werden! Um dem Fachkräftemangel wirksam und nachhaltig zu begegnen, muss er dort bekämpft werden, wo er entsteht. Sowohl, die Berufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen in Hamburg, als auch die Berufsausbildung selbst müssen so gestaltet werden, dass sie auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft bestens vorbereiten.

Berufsorientierung an Schulen verbessern

Schüler brauchen vor Beginn einer Ausbildung eine realistische Vorstellung von Arbeitsalltag und -bedingungen. Nur so kann Ausbildungsabbrüchen effektiv vorgebeugt werden. Dazu müssen auch die mit der Berufsorientierung befassten Lehrer über das entsprechende Know-how verfügen und durch Weiterbildung stets im Bilde über aktuelle technische und unternehmerische Entwicklungen auf dem Hamburger Ausbildungsmarkt sein.

Berufliche Bildung ins 21. Jahrhundert holen

Während unser Alltag zunehmend digitalisiert wird, findet die Berufsausbildung nach wie vor überwiegend analog statt. Um auch die berufliche Bildung ins 21. Jahrhundert zu holen und zukunftsfähig zu halten, muss über neue Technologien nicht nur gesprochen werden. Stattdessen müssen die Berufsschulen sie aktiv in der Lehre nutzen. Dazu gehört beispielsweise der Einsatz moderner Technologien wie Virtual- und Augmented-Reality in der beruflichen Bildung.

Unternehmer an die Schulen

Schülern muss bereits in der Schule ein umfassendes Verständnis für die Themen Unternehmertum und Unternehmensgründungen vermittelt werden. Deshalb muss die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Unternehmen und Initiativen, die sich gezielt für mehr unternehmerischen Geist einsetzen, intensiviert und ausgebaut werden. 

Ausbildungsfähigkeit erhalten

Schulabgänger müssen beim Verlassen der Schule nicht nur die formelle Erlaubnis haben, eine Ausbildung beginnen zu dürfen. Sie müssen vor allem auch in der Lage dazu sein, diese erfolgreich abzuschließen. Doch immer mehr Wirtschaftsvertreter bemängeln, dass sie immer weniger ausbildungsfähige Jugendliche finden. Deshalb muss die Berufsvorbereitung in den allgemeinbildenden Schulen besser werden und auch Kernkompetenzen wie Rechtschreibung und Mathematik müssen sicher beherrscht werden.

Ein Meister ist so viel Wert wie ein Master:

Ausbildung und Studium sind unterschiedlich, aber gleichwertig! Eine funktionierende Wirtschaft braucht beides. Deshalb setzen wir uns für eine Angleichung der Ausbildungsverhältnisse zwischen Berufsausbildung und Studium ein. Dazu gehört unter anderem die Förderung von Wohnkonzepten, die den Wohnheimen für Studierende ähneln.