03/12/19

Höchste Zeit für bundesweite Bildungsstandards

Anlässlich der aktuellen Pisa-Studie erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der FDP-Bürgerschaftsfraktion, Anna von Treuenfels:

 

„Das erneute mittelmäßige bis schlechte Abschneiden in der PISA-Studie zeigt die großen strukturellen Probleme des deutschen Bildungssystems. Es darf niemanden kalt lassen, wenn sich in Bezug auf drei Kernkompetenzen – Lesekompetenz, mathematische Kompetenz und naturwissenschaftliches Verständnis – Rückschritte zeigen und der Bildungserfolg sehr stark vom sozialen Hintergrund abhängt. Es muss endlich gehandelt werden, denn hervorragende Bildung ist und bleibt die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Daher ist es höchste Zeit für bundesweite und ambitionierte Bildungsstandards, die auch in bundesweiten Abschlussprüfungen für das Abitur und die Mittlere Reife verwirklicht werden. Entscheidend ist, dass höchste Qualität in sämtlichen Ländern gilt. Dann kommt es auch nicht mehr zu bildungspolitischen Alleingängen wie zuletzt durch das Land Bayern. Weiterhin muss die Zusammenarbeit von Bund und Ländern durch eine Grundgesetzänderung des Artikels 91b ermöglicht werden. Außerdem müssen nicht nur die Ausstattung, sondern auch die Digitalkompetenz der Schüler und Lehrer ins 21. Jahrhundert geholt werden. In einer globalisierten Welt steht ein Schüler aus Hamburg nicht mehr im Wettbewerb mit Schülern aus Bayern oder Bremen, sondern mit Schülern aus der ganzen Welt. Das deutsche Bildungssystem darf sich deshalb nicht mit Mittelmaß zufriedengeben, sondern muss sich an der Weltspitze orientieren.“